Sehr heikel: die rechtliche Seite

Statt eine Menge Text zu schreiben, einfach Videos auf die Website stellen: Man würde glauben, heutzutage wäre das alles kein Problem mehr. Stimmt leider nicht.

Videos auf der Website - was zu beachten ist

Die technische Seite von Videos

Um heute alle gängigen Browser (also auch iPhone und Tablets) abzudecken, müsste ein Video in 4 verschiedenen Formaten auf dem Webspace gespeichert sein - und dann mit einer Browserweiche entschieden werden, welches davon dargestellt wird.
Das macht also schon mal reichlich Mehrarbeit beim Konvertieren und natürlich geht da der Webspace schnell mal über.

Weit heikler: Die rechtliche Seite

Auf den meisten Videos ist irgendwo Musik drauf. Damit geht der Ärger schon los: Hat man die Rechte, diese Musik in dieser Form zu nutzen? Nicht vergessen: Ein Video auf einer Website gilt als „öffentliche Vorführung“ -> auch die Musik. Selbst dann, wenn man nichts damit verdient - was aber bei gewerblichen Websites ohnehin nicht gilt. Auch bei sogenannter GEMA-freier Musik gibt es häufig Ausnahmen bezüglich Verwendung in Videos.

Weitere Aspekte:
Haben alle erkennbaren Personen ihre (schriftliche) Zustimmung gegeben?
Speziell für Österreich: gilt „ Anzeigepflicht für Mediendienste auf Abruf“?

Unser Tipp:

Laden Sie Videos immer erst auf YouTube hoch und binden Sie diese dann ein. Machen Sie deutlich sichtbar, dass dieses Video jetzt von YouTube kommt. Zumindest: Verschleiern Sie das nicht!

Ihr Vorteil: Sie müssen sich technisch um nichts kümmern. YouTube ist immer am Stand der Zeit, worum sich 100e Techniker laufend kümmern. Sie (bzw Ihr Webdesigner) würden das nie so gut hinbekommen.

Und: Um die rechtlichen Feinheiten kümmert sich im wesentlichen YouTube: Die Rechte für die Musik werden abgegolten. Im schlimmen Fall wird das Video einfach entfernt. Das ist vielleicht ärgerlich, aber besser als eine teure Klage am Hals.

Ihr Nachteil: Eventuell kann im Gegenzug Werbung eingeblendet werden - sogar welche von Ihrer Konkurrenz.

Idealerweise richten Sie einen eigenen YouTube Kanal ein und verlinken zusätzlich auch auf diesen.
Alternativen zu YouTube: Ja, gibt es. Wir geben hier keine Empfehlungen ab, weil sich das alles sehr schnell ändern kann.

Und nochwas:

Formulierungen wie "Copyright by ..", "Alle Rechte..." werden selten ein Vorteil für Sie sein, aber oft ein Nachteil. Sie werden diese "alle Rechte" nämlich in der Regel gar nicht haben - aber Sie machen sie sich dadurch zueigen. Zumindest wird mancher das so auslegen.
Wählen Sie stattdessen etwas Neutrales wie "Hergestellt von A im Auftrag von B" oder ähnliches, um Ihre Ansprüche und Urheberschaft klar zu machen.

 

 


Sehr heikel: die rechtliche Seite

Statt eine Menge Text zu schreiben, einfach Videos auf die Website stellen: Man würde glauben, heutzutage wäre das alles kein Problem mehr. Stimmt leider nicht.

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Kontakt: Chio (Christian) Maisriml Mag. Sabine König