Die schnelle Verlockung - was zu beachten ist

Die KI ist gekommen um zu bleiben - und damit auch die damit generierten Bilder. Für Drucksachen sind sie aber nur bedingt geeignet.

KI-Bilder in Drucksachen

KI-Bildgenerierung ist mächtig und verlockend: Man muss nicht mehr suchen, was man will, sondern man sagt es einfach der KI. Das spart unheimlich Zeit und letztlich Geld. Kein Wunder, dass wir immer häufiger solche Bilder von Kunden bekommen und - ja: wir verwenden diese auch gerne.
Wie wir damit umgehen und und was zu beachten ist.

Der Kunde ist der Macher

KI-Bilder sind nie fehlerfrei und man bekommt auch nie genau das, was man will. Es obliegt dem Kunden in seiner Eigenschaft als „Prompt Engineer“, mit welchen Fehlerchen er leben kann und ob es im Wesentlichen gut genug ist. Wir können dabei nur wenig tun, schon gar nicht können wir KI-Fehler mit Photoshop korrigieren. Das liegt einfach daran, dass Auflösung und Schärfe für Retuschen nicht ausreichen; man hat zuwenig Spielraum.
Es gilt also: Wir übernehmen KI-Bilder 1:1, aber wir korrigieren keine KI-Fehler. Das ist viel zu aufwändig und damit zu teuer.

Auflösung und Schärfe

In den Gratis-Versionen ist die Auflösung sehr begrenzt, sie reicht gerade mal für 10cm im Druck. Höhere Auflösungen bekommt man entweder kostenpflichtig oder durch externe Programme bzw. Online-Tools.

Eine Anmerkung zu Gratis vs. Kostenpflichtig: Da geht es natürlich nicht um das einmalige kleine Geld, sondern um das Abo, aus dem man oft nicht mehr herauskommt. Wir vermeiden so etwas - sonst hätten wir 100e Abos, die wir einmalig für einen Kunden angelegt haben :(

Achten Sie also unbedingt darauf, dass Sie die bestmögliche Auflösung bekommen und erhalten Sie diese auch, indem Sie uns das unverfälschte Bild zukommen lassen. Natürlich können Sie gerne nachträglich Texte oder andere Elemente einfügen, senden Sie uns das aber bitte nur zusätzlich.

Nachträglich die Schärfe und Auflösung erhöhen

Auch dafür gibt es Mittel und Wege, aber auch das kommt von der KI und ist selten fehlerfrei. Anders gesagt: Es kommt noch mehr KI rein und das sieht man auch, das Bild ist für jeden als KI Bild erkennbar. Nicht jeder mag das.

 

Tipps und Tools für eine druckreife Auflösung

Damit wir Ihr Motiv großformatig und gut drucken können, muss die Datei „Substanz“ haben. Hier einige Tipps und gängigste Tools:

Nano Banana (Gemini): Nutzen Sie nach der Generierung nicht die einfache Vorschau. In der aktuellen Version (Nano Banana 2) können Sie oft über ein Menü direkt „4K“ oder „Ultra-Res“ wählen. Falls Sie die Gratis-Version nutzen, ist das Bild meist bei 2K gedeckelt – hier hilft dann nur ein externer Upscaler.

ChatGPT (DALL-E 3): DALL-E liefert von Haus aus oft nur quadratische 1024 Pixel oder 1792 Pixel im Breitbild. Das reicht nicht für A4. Klicken Sie unbedingt auf den Download-Pfeil, um die Originaldatei zu erhalten (Rechtsklick/Speichern unter komprimiert das Bild zusätzlich!). Danach muss das Bild fast immer extern vergrößert werden.

Midjourney: Das ist aktuell der Goldstandard für Profis. Nutzen Sie nach der Auswahl Ihres Favoriten die Buttons „Upscale (Subtle)“ oder „Upscale (Creative)“. Diese verdoppeln die Auflösung auf ein Maß, mit dem wir im Grafikdesign wirklich arbeiten können.

Kostenlose Tools zum Selbermachen

Wenn Ihr Bild zu klein ist, können Sie es mit spezialisierter KI „aufblasen“, ohne dass es sofort pixelig wird. Wir empfehlen:

Upscayl (Desktop-App): Ein kostenloses Open-Source-Programm für Mac und PC. Man zieht das Bild hinein, wählt „4x“ und erhält eine Datei, die meist groß genug für den Druck ist.

Krea.ai / Replicate: Online-Plattformen, die Bilder sehr sauber hochrechnen können. Oft sind einige Versuche pro Tag kostenlos.

Wichtig: Ein Upscaler macht das Bild zwar größer und schärfer, korrigiert aber keine inhaltlichen Fehler (wie z. B. seltsame Finger oder verzerrte Logos). Prüfen Sie das Ergebnis also genau, bevor Sie es uns schicken!

Noch ein Wort zum Urheberrecht

Wenn ein Bild durch einen Text-Prompt generiert wurde, ist das von der KI generierte Bild gemeinfrei. Jeder kann es verwenden - auch jeder andere. Es gibt kein Exklusivrecht. Sie können nicht klagen, wenn das Bild morgen auf der Seite eines Konkurrenten auftaucht. Es ist rechtlich gesehen „Allgemeingut“, das Sie  lediglich als Erster (oder einer von vielen) nutzen.

Wenn Bilder zur KI hochgeladen wurden, müsse die Rechte an diesen Bildern geklärt sein.