Druck, Web oder beides?

Welche Größe? Was ist zu beachten? Was bedeutet "freigestellt"? 

Bilder für Folder oder die Website suchen [Teil2]

Welche Größe soll man kaufen?

Grundsätzlich gilt natürlich: Je größer, desto besser. Herunterrechnen kann man immer noch, raufrechnen führt immer zu Qualitätsverlust.
Aber: Das ist oft unnötig teuer.

Diese Bilder hier am rechten Rand haben eine Breite von 215 Pixel, also relativ wenig. Die kleinste angebotene Größe würde hier also locker ausreichen. Manchmal braucht man aber einen Ausschnitt, und dann kanns schon knapp werden.
Bei Responsive Webdesign (also für Handys optimiert) geht es mehr und mehr in Richtung: Mindestbreite 640 Pixel, auch für Bilder, die im Sidebar nur klein sind.

Für Bilder im Kopfbereich einer Webseite ist meist eine Breite von etwa 1000 Pixel nötig. Allerdings: Sehr oft wird hier nur ein Ausschnitt verwendet oder das Bild wird nachbearbeitet.

Spielraum für Nachbearbeitung

Wenn Bilder nachbearbeitet werden sollen, ist etwas "Luft" nötig: Im Internet ist prinzipiell jedes Pixel mit freiem Auge sichtbar, und damit auch jede Spur einer Nachbearbeitung. Wenn kein Raum ist, muss man dabei sehr genau arbeiten – was sich natürlich auf die Arbeitszeit niederschlägt. Es ist kein guter Deal, 2€ zu sparen, um dann eine halbe Stunde mit Futzelei zu verplempern.

Bilder für den Druck

Lassen wir die DPI im Schrank und halten wir uns an die einfache Regel: 1 cm gedrucktes Bild = mindestens 100 Pixel.
Ist das Bild 1000 Pixel breit, reicht das maximal für 10 cm gedrucktes Bild, eher aber 7 oder 8 cm. Ein A4-Cover (21 x ca 30cm) muss also mindestens 2100 x 3000 Pixel groß sein.

Dadurch ist gesichert, dass Pixel nicht mehr mit freiem Auge sichtbar sind – und damit hat man auch gleich viel mehr Spielraum für eine eventuelle Nachbearbeitung.

Freigestellt: Bilder ohne Hintergrund

Häufig bekommt man Bilder mit weißem Hintergrund. Derartige Bilder sollte man nicht einfach so mal mit "normalen" = rechteckigen Bildern mischen; das wirkt etwas dilettantisch.
Bilder haben ihren Ort - flächige da und freigestellte dort, das passt nicht zusammen.
Zur Not kann man sich damit behelfen, den weißen Hintergrund auf Hellgrau abzudunkeln, was aber auch nur eine Krücke ist.

Ahja: Freigestellte Bilder:
Ein Bild mit weißem Grund ist nicht wirklich "freigestellt". Freigestellt heißt: Der Hintergrund ist transparent. Es scheint also das durch, was hinter dem Bild ist – das kann auch ein anderes Bild oder Farbe sein.
Bei Vektorgraphiken (Diagramme, Logos usw) ist der Hintergrund so gut wie immer transparent. Echte freigestellte Fotos bekommt man fast nirgends.
Wenn nötig, muss man (bzw der Graphiker) das Photo also neu freistellen, wobei es gar nicht mal so toll ist, wenn das Bild vorher schon einen weißen Hintergrund hatte.
 


Kontakt: Chio (Christian) Maisriml Mag. Sabine König