Wenn nix fix ist.

Das kommt häufig vor: Der Grafiker, der Logo und Drucksachen gemacht hat, wird auch gleich mit dem Design der Website beauftragt. Wir sollen das dann technisch umsetzen. Ein paar Hinweise.

Webdesign: Tipps für Print-Grafiker

Print-Grafiker tun sich oft etwas schwer damit, dass es beim Webdesign keine feste Arbeitsfläche gibt. Natürlich: Sie wissen es, aber irgendwo im Gestaltungsprozess geht der Gedanke daran verloren und es kommt etwas raus, was zwar gut aussieht, aber so nicht umsetzbar ist.

Dem Kunden werden tolle Ausdrucke gezeigt - er ist begeistert und will das genau so haben.
Dann landen diese Entwürfe bei uns - und wir haben ein Problem. Kein technisches Problem - auch im Webdesign kann man Rahmen fest positionieren. Aber wir wissen, dass das auf Dauer nicht gutgeht.

Der böse, böse Scrollbalken

Webseiten haben eine variable Höhe. Es ist unsinnig, auf eine feste Höhe zu planen: Mal hat man mehr Text, mal weniger, mal Bilder dabei, mal nicht. Viele Print-Grafiker lösen das Problem dadurch, dass sie auf einer festen Fläche Blöcke mit eigenen Scrollbalken vorsehen. Aber: Auch die Bildschirme sind verschieden hoch, im schlimmsten Fall nur 600 Pixel. Dann bleiben für die inneren Blöcke nur ein paar 100 Pixel über und man hat 3 oder mehr Scrollbalken auf der Seite. Das ist kaum mehr benutzbar.

Hintergrundbilder

Wenn man keine feste Höhe hat, muss man sich Gedanken darüber machen, was mit eventuellen Hintergrundbildern passiert. Skalieren ist möglich, allerdings verschiebt sich dabei der Bildausschnitt und das kann peinlich aussehen. Gängiger ist daher, ein Hintergrundbild nach unten hin wegzublenden, also einen Verlauf zu einer festen Farbe zu machen, über der dann der weitere Inhalt steht. Das kann wiederum ganz schön auf die Ladezeit schlagen.

Der beste Weg

Idealerweise legt man die Arbeitsfläche mit einer Breite von 980 Pixel und etwa 800 Pixel Höhe an und gestaltet mal drauf los.
In einem zweiten Schritt gruppiert man die Elemente (Logos, Footer usw) und vergrößert die Arbeitsfläche auf 2000 x 2000. Die gruppierten Elemente ordnet man jetzt so an (ohne die Größen zu ändern!), dass es immer noch gut aussieht. Spätestens jetzt muss man sich Gedanken machen, wie denn der Hintergrund aussehen soll.

Dazu nimmt man wieder Entwurf A und verkleinert alles (auch die Schrift) auf 80%. Jetzt wie oben die Arbeitsfläche ändern, auf 320px Breite und etlich Höhe (zb 1000 px). Das Menü wird man auf eine oder maximal 5 Schaltflächen reduzieren - gerne Icons. Blöcke, die vorher nebeneinander waren, sind jetzt untereinander. Manche Elemente verschwinden, andere sind verändert.

Webdesign mit Indesign?

Indesign lässt sich sehr gut verwenden, um das Design einer Website zu skizzieren. Man muss sich aber stets im klaren darüber sein, dass es eben nur eine Skizze ist. Die bessere Wahl ist Photoshop.

Alles hab so schlimm

Uns ist schon klar, dass das manchmal schwierig ist - und wir machen das dann schon. Das ist ja unser Job.
Aber natürlich sollen auch die Kosten im Rahmen bleiben, und wenn sich ein Grafiker schon die Mühe macht, ein Design zu erstellen und mit dem Kunden abzusprechen, soll das dann auch umsetzbar sein.
Wichtig ist für uns, dass es einigermaßen klar ist, was eigentlich zu tun ist und vor allem: Was mit dem Kunden vereinbart ist, was unbedingt so sein muss und wo der Spielraum bleibt.

 


Wenn nix fix ist.

Das kommt häufig vor: Der Grafiker, der Logo und Drucksachen gemacht hat, wird auch gleich mit dem Design der Website beauftragt. Wir sollen das dann technisch umsetzen. Ein paar Hinweise.

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Kontakt: Chio (Christian) Maisriml Mag. Sabine König