Als häufigstes Argument gegen Tabellen wird vorgebracht:
Tabellen sind nicht für die optische Gestaltung und Gliederung einer Seite gedacht.
Salopp: "Tabellen sind nicht zum layouten da!" Und tatsächlich: Diese Aussage ist richtig. Allerdings sollte man auch den Zusammenhang kennen.

Warum Tabellen "missbilligt" sind

Das Web war nicht so geplant, wie es sich uns heute präsentiert. Ursprünglich war html (und damit das Internet) für den Austausch und die Verbreitung von wissenschaftlichen Informationen ausgelegt. Deswegen wurden sehr einfache Auszeichnungen geschaffen, die ohne lange Einarbeitung genutzt werden konnten. Diese Tags legten nur die Gliederung des Inhalts fest – nicht das Aussehen. Das Aussehen konnte der Empfänger – also der Leser – selbst festlegen.
Damit war gewährleistet, dass wissenschaftliche Informationen einheitlich blieben; Inhalt und Design getrennt blieben.

In dieser Nische wäre das Web wohl auch geblieben, hätten nicht ein paar Findige den Tag <table> entdeckt, mit dem man Webseiten plötzlich "designen" konnte: Das optisch gestaltete World Wide Web – wie wir es heute kennen - war geboren und begann seinen Siegeszug. (Anmerkung für die Jüngeren: CSS gab es damals noch gar nicht)

Diese Entwicklung war dem zuständigen Konsortium (W3C) sehr zuwider:
Schauen Sie sich die W3C Seite an, und Sie merken, wie es das W3C mit dem Thema "Webdesign" hält: Webdesign ist ein verwirrendes Übel. Bilder? Nur zu Dokumentationszwecken, keinesfalls sollen Bilder zur Gestaltung verwendet werden. Tabellen? Tabellen dürfen nur Daten in Tabellenform enthalten; keinesfalls längere Text oder – gar! – Bilder!
Dementsprechend zielen die Empfehlungen und Normen des W3C nicht unbedingt auf Freiraum bei der Gestaltung ab. Webdesign führt zu Kommerz und Kommerz führt zu Banners und Google-Anzeigen. Und: Sobald es etwas zu verdienen gibt, verliert das www seine wissenschaftliche Struktur und wird ein Business-Medium.

Ja. Stimmt. Und in gewisser Weise sind die Tabellen daran schuld. Vor allem der jüngeren Generation ist Webdesign langweilig geworden: Webdesign bereitet heute kaum mehr technische Probleme, die durch viele Tricks und Spielereien umgangen werden müssen. Design ist austauschbar, einfache Benutzbarkeit widerspricht dem Gedanken der Interaktion, Funktionalität ist ohne Inhalt nutzlos. Wer heute noch Platz finden will, wird nicht das billionste Rad neu erfinden, sondern Tabellen hassen.

Kommentare:

Jaja, alle hacken auf den armen Tabellen rum... aber ein nichtgenannter wichtiger Vorteil ist: CSS ist mächtiger...

Genauere Positionierungen sind möglich, genaue Angaben was mit überschüssigem Text geschehen soll usw... also viel Freiraum bei der Gestaltung (auch wenn die w3c dieses Wort nicht kennt)

Ich persönlich finde, dass der Code wirklich viel klarer wird, bei Tabellen veranstalte ich regelmässig ein Chaos wenn ich was ändere (nicht Fehler - Aktualisierung).

Ausserdem sollte man/frau sich css ohnehin aneignen für die allgemeine Gestaltung, da ist es auch nicht weit zum Layouten mit css.

Ich denke aber das Wichtigste ist, dass Designer das gewählte System richtig kennen (lernen) und korrekt anwenden können.

moe
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Als häufigstes Argument gegen Tabellen wird vorgebracht:
Tabellen sind nicht für die optische Gestaltung und Gliederung einer Seite gedacht.
Salopp: "Tabellen sind nicht zum layouten da!" Und tatsächlich: Diese Aussage ist richtig. Allerdings sollte man auch den Zusammenhang kennen.

W3C Webdesign

Geht doch auch ohne!
So stellt sich das W3C-Gremium schickes Webdesign vor.

Das Web war ursprünglich als Medium der Forschung und Wissenschaft gedacht.

Erst durch den Einsatz von Tabellen war "Design" und damit Breitenwirksamkeit möglich. Das bereitet nicht allen Freude.

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Kontakt: Chio (Christian) Maisriml Mag. Sabine König