PDFs sind kein Ersatz für HTML-Seiten, aber oft eine sinnvolle Ergänzung.
Ein paar Tipps zum richtigen Umgang mit PDFs.

PDF auf der Website: Was zu beachten ist

Grundsätzlich sollte man im PDF-Dateinamen keine Versionsnummer oder ein Datum verwenden. Das gilt speziell dann, wenn ein PDF gelegentlich aktualisiert wird – und damit die Vorgängerversion ersetzt.
Warum? – ganz einfach:
Jemand erstellt zb preisliste_2011.pdf und verlinkt es von seiner Website. Dadurch findet es Google und wird es – hoffentlich - auch listen. Das ist gut.

Ein Jahr später kommt preisliste_2012.pdf und der Link wird entsprechend verändert.

Es kann jetzt aber ganz leicht passieren, dass Google immer noch die Version 2011 listet – oder sauer ist, wenn man sie einfach löscht. Mehr noch: Es kann auch sein, dass Links aus Foren auf die alte Preisliste zeigen. Diese laufen jetzt entweder ins Leere, oder zeigen veraltete Preise. Das ist nicht so gut.

Würde hingegen die Preisliste einfach preisliste.pdf heißen und bei der Aktualisierung nur überschrieben werden, müsste man nichteinmal die Links auf der eigenen Seite ändern (wo sind denn die überhaupt alle?) – geschweige die in Foren (auf die man ohnehin keinen Zugriff hat). Und Google zeigt sofort auf das neue PDF.
Praxis-Tipp: Alle PDFs in ein Verzeichnis (Überblick!) und immer nur ersetzen.

Sonderzeichen im Dateinamen

So liegt man auf der sicheren Seite: nur a-z (Kleinbuchstaben), Ziffern 0-9, Bindestrich, _ (Underscore). Keine Umlaute, kein „ß“. Wie immer bei Dateinamen im Internet.

Natürlich: Es funktioniert vielleicht auch mit Leerzeichen, Punkten, sonst was. Aber: Nicht immer und überall.
Ein einfaches Beispiel: Natürlich sind auch Großbuchstaben erlaubt. Auf  Linux-Servern ist aber Preisliste.pdf etwas anderes als preisliste.pdf – beides kann nebeneinander stehen. Kopiert man aber beide auf einen Windows-Rechner, überschreiben sich die Dateien, weil hier p und P das gleiche ist. Und umgekehrt: Kopiert man Preisliste.pdf auf den Server, wird preisliste.pdf nicht ersetzt und gilt immer noch.
Das sind dann so die Sachen, wo man ewig den Fehler sucht und ihn vielleicht nie findet – böse Computer ;-)
Praxis-Tipp: Nicht zuviel denken: a-z, 0-9. Alles klar und einfach.

Bindestrich - oder Underscore _ ?

Google sieht einen Bindestrich als Leerzeichen, das ist sicher und bestätigt. Den Underscore „_“ sieht er als solchen – als Underscore. Anders gesagt: umgang-mit-pdf wird bei „Umgang mit PDF“ gelistet, umgang_mit_pdf genau nur bei umgang_mit_pdf – was wohl so niemand sucht. In der gelebten Praxis mit Google weiß man aber, dass Google viel sagt, wenn der Tag lang ist und stillschweigend Änderungen in der Suche vornimmt.
Es gibt aber noch einen anderen Grund, Bindestriche zu verwenden: Dateinamen  können sehr lang werden und ein Link, der den Dateinamen (ohne Bindestriche) enthält, kann das Layout sprengen. Anders bei Bindestrichen: Hier wird umbrochen.
Alleszusammengeschrieben ist sowieso ein Unding, das alle Nachteile versammelt.
Praxis-Tipp: Wörter sinnvoll mit Bindestrichen trennen. Ist gängig und funktioniert.

Kommentare:

Super, Chio!
Endlich eine Erklärung für Bindestrich vs. Underscore! Und neuere pdfs unter gleichem Namen zu speichern: so erklärt dass es Sinn ergibt!
Viel Erfahrung in klarer Sprache vermittelt!
Danke, udo

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PDFs sind kein Ersatz für HTML-Seiten, aber oft eine sinnvolle Ergänzung.
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Kontakt: Chio (Christian) Maisriml Mag. Sabine König